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Bürgeranhörung zum Ausbau der Eschstraße mit Präsentation des zugehörigen Bebauungsplanentwurfs 2.0

Aktualisiert: 22. Nov 2019


Nach einer Nacht drüber schlafen:

Sehr aufschlussreiche Präsentation. Keines der bekannten Probleme gelöst, keinerlei Wille zur Innovation und zum Umdenken erkennbar. Z. T. unvollständige Information:

1. Es bleibt bei der Planungsdimension "Kreisstraße" und der damit verbundenen Anbindung ans überregionale Verkehrsnetz

Konsequenz: Tempo 50 innerorts, überörtlicher Durchgangs- und Schwerlastverkehr, wo heute eine Tempo 30-Zone ist, reiner Anliegerverkehr herrscht und keine LKW fahren dürfen; Lärmschutz für den östlichen Teil der Eschstraße ist nur "passiv" geplant – was das im Einzelnen für die Anlieger dort bedeutet, konnte noch nicht erklärt werden.

2. Es bleibt bei der Position: Der Ortskern kann nur umgebaut und damit entlastet werden, wenn die Eschanbindung fertiggestellt wird.

Die Idee, das Pferd andersherum aufzuzäumen, nämlich den Ortskern einfach verkehrlich weiter zu beruhigen (mit Tempo 30 wurde ja bereits ein Anfang gemacht), und den Verkehr auf die Umgehung und die vorhandenen Anschlüsse zu zwingen, kommt scheint's niemand.

Kuriosestes Argument hier: "Wir können den Ortskern erst verkehrsberuhigen, wenn dort weniger Verkehr ist …!" Der in dieser Aussage enthaltene Widerspruch scheint keinen der Befürworter der Eschanbindung zu irritieren …

3. Es bleibt bei der Position, dass andere Anschlussmöglichkeiten von vorneherein verworfen werden.

Dies, obwohl nur ein paar 100 m weiter nördlich gelegene Alternativen den Vorteil hätten, durch kein Wohn- und kein Naherholungsgebiet zu führen.

Festzuhalten ist: Die Mitarbeiter der Stadt machen nur ihren Job. Sie setzen nur den Willen der Politiker durch. CDU, SPD, Grüne und FDP präsentieren sich in sonst selten erlebbarer Einigkeit. Auf die Frage, ob man sich der insbesondere unter 1. genannten Konsequenzen bei den jeweiligen Beschlussfassungen bewusst war bzw. künftig sein wird, gab es bei den direkt angesprochenen anwesenden Politikern lediglich ausweichende Antworten.

Die größten Befürworter der Anbindung, die ebenfalls anwesenden Mitglieder des sog. "Bürgerforums" wurden mit ihrer eigenen öffentlich gemachten Aussage aus 2010 konfrontiert, die wie folgt lautete: "Für uns ist es eine wichtige Bedingung beim Ausbaukonzept, dass die Eschstraße dann für den Lkw-Verkehr gesperrt wird" (Link zum WN-Artikel vom 30.07.2010 untenstehend). Auch hier: Beredtes Schweigen!

Unser persönliches Fazit und unsere persönliche Konsequenz:

- Der neue Bebauungsplan folgt im Wesentlichen den Ideen des alten Bebauungsplans. Fragen zu einer kleineren Dimensionierung der Straße, zu Verkehrsberuhigungs- und -Lenkungsmaßnahmen wurden ausweichend oder mit dem Verweis auf geltende Vorschriften umschifft / abschlägig beantwortet. Die Informationen zum Lärmschutz waren unzureichend.

- Solange der neue Bebauungsplan keine signifikanten Änderungen zum alten Bebauungsplan enthält (kleinere Dimensionierung der Straße, Möglichkeiten zur Verkehrsberuhigung / -Lenkung, aktiver Lärmschutz) werden wir weiterhin versuchen, alle politischen und rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um auch diesen Bebauungsplan zu kippen. Es bleibt auch dieses Mal die Hoffnung, dass wir uns nicht erst bei Gericht wiedersehen.

Rettet den Esch 2.0 – Here we go!

[https://www.wn.de/Muenster/Stadtteile/Wolbeck/2010/07/Ausbau-unabdingbar](https://www.wn.de/Muenster/Stadtteile/Wolbeck/2010/07/Ausbau-unabdingbar)

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